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quod erat demonstrandum

Eine Woche vor dem Pokalspiel gegen Dresden.

Zeit für uns, vielleicht dem ein oder anderen Menschen ein paar Dinge begreiflich werden zu lassen. Ein Video schafft es innerhalb weniger Tage derartig für Furore zu sorgen, dass ganz Schland und seine WutbürgerInnen an die Decke gehen. Der Tenor scheint klar: „Das Viehzeug muss vernichtet werden“ – so heißt es zumindest.

Einschlägig dumpfer könnten die Aussagen einer Vielzahl an passionierten Rb Gegnern nicht sein. Definitionshoheit und Argumentation über das Faustrecht kennzeichnen die Allianz ebenso markant. Eine Allianz, Mensch könnte sie auch als Querfront bezeichnen, die sich hier abermals ihr Feindbild sucht, um dieses ihrer Gewalt auszusetzen. Dabei wird mit derart rassistischen, sexistischen und homophoben Worthülsen gearbeitet, dass man sich kaum noch vom montäglichen Abendspaziergang unterscheidet. Wer am Vortag noch als Lügenpresse diffamiert wird,  erntet heute Sympathie, wenn es sich um den Bericht über die Peinlichkeiten eines Mobi-Videos handelt. Weiterlesen

Warum die „Nein zu Rb“ Kampagne zu kritisieren ist

Bewusst gemacht, sei es unwiderlegbar, dass Fußball einem Schatten der Kulturindustrie unterliegt, der Akteure und Akteurinnen zur Zirkulation von Ganzheitsidealen zwingt, die inhaltlich nicht paradoxer sein könnten, als die Totalität einer unreflektierten, regressiven Fankultur. Diese findet ihr tragisches Finale in einer strukturell antisemitischen Argumentationsweise, die durchtrieben von einer Schuldprojektion des eigenen Versagens und von einer Personifizierung des „Übels“ ist und daher keinen Gedanken daran verschwendet, wie der betrauerte, traditionelle Fußball denn aussehen könne, um der Beschwörung der eigensten, betäubenden Ohnmacht Platz zu machen. Allerdings fehlt den „Gegen den modernen Fußball“ ProtektorInnen die Reflexion der Erkenntnis daraus, dass auch sie, als Basis einer positiven Gruppenidentifikation, selbst einer Kritik bedürfen. Der revisionistische  Kampf um den Rückgewinn des traditionellen Fußballs, der wohl einem Glaubenskrieg um Eden gleichen soll, ist zweckgesteuert und systematisch, verfolgt ein Ausschalten der „Ungläubigen“ und lässt die KämpferInnen selbst in ihrer amorphen Verrohung erstarren. Vorzufinden ist also viel mehr eine Art rückwärtsgewandt auftretende Nostalgieromantik, die der allgemeinen Entropie allen Seins entgegenwirken soll.

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